Psychosomatische Probleme lösen


Sind organische Erkrankungen ausgeschlossen worden und bestehen psychosomatische Beschwerden, können folgende Tipps hilfreich sein.


Negative Vorstellungen auflösen & psychosomatische Probleme alleine lösen

Sie sollten nicht direkt zum Schmerz oder Beruhigungsmittel greifen. Nutzen Sie Autosuggestionen und achten Sie auf eine Denkweise ohne negative Formulierungen und schädliche Vorstellungen.

Nehmen Sie sich bewusst Zeit und begeben Sie sich in eine ruhige Umgebung in welcher Sie nicht gestört werden. Versuchen Sie mindestens 2 Minuten absolut nichts zu tun und an nichts zu denken. Sie werden merken das Ihr Zeitgefühl sich je nach Bewusstseinszustand verändert.

Stellen Sie sich folgende Frage:
Seit wann bestehen die störenden Empfindungen und mit welcher Person könnten diese zusammenhängen?

 

Gefühle sollten nicht unterdrückt werden, Weinen ist erlaubt und hilft dabei problematische Erfahrungen zu verarbeiten. Negative Vorstellungen können Sie auflösen indem Sie sich diese so oft vorstellen bis die Vorstellungen keine Missempfindungen mehr auslösen. Den Ablauf negativer Erlebnisse welche in Verbindung mit körperlichen und seelischen Schmerzen stehen, sollten Sie einem guten Zuhörer oder sich selbst so oft erzählen (inklusive was Sie gefühlt haben) oder sich geistig vorstellen, bis Sie beim Erzählen oder der Vorstellung des negativen Erlebnisses keine negativen Empfindungen mehr verspüren.

Versuchen Sie Spannung abzulassen indem Sie sich bewegen z. B. Joggen etc. (auch passive Bewegung wie Massage oder Krankengymnastik ist hilfreich) und versuchen Sie dabei auf aufkommende Gedanken und Gefühle zu achten.

Besteht Ihr Problem weiterhin sollten Sie versuchen in einem Gespräch mit einem guten Zuhörer (welchem Sie vertrauen und mit dem Sie über alles offen und ehrlich reden können) die wahren Ursachen der Probleme zu finden.

 


Psychosomatische Probleme mit gutem Zuhörer oder guter Zuhörerin lösen

Drücken Sie Ihre Empfindungen aus, indem Sie Ihre Probleme aussprechen und einem guten Zuhörer oder einer guten Zuhörerin erzählen. Ein für die Problemlösung geeigneter Zuhörer oder eine geeignete Zuhörerin sollte unter anderem:

  • Die sprechende Person während dem Erzählen nicht unterbrechen.
  • Die eigene Meinung nicht äußern.
  • Keine Bewertungen abgeben.
  • Keine Ratschläge geben.
  • Versuchen zu verstehen welche Empfindungen und Gedanken die jeweiligen genutzten Worte in Bezug auf die Person und ihre Probleme repräsentieren.
  • Die richtigen Fragen stellen: Zuerst sollten seitens des Zuhörers oder der Zuhörerin allgemeine Fragen gestellt werden wie z. B.: Was ist los? Was bedrückt dich? Was ist denn passiert? Wo tut es denn weh?. Mit Hilfe der W-Fragen kann mehr über die bewusste oder unbewusste Haupt-Ursache bzw. Auslöser der Probleme herausgefunden werden: Wer, wo, was, warum, wann, wie. Der Zuhörer oder die Zuhörerin sollte der erzählenden Person durch die richtigen Fragen helfen beim Thema zu bleiben um die Haupt-Ursache bzw. Auslöser einzukreisen. Ziel ist, dass der erzählenden Person selbst die Ursachen für die Probleme bewusst werden. Wird vermutet das ein unbewusstes Ereignis z. B. in der Kindheit die Ursache eines Problems sein könnte, jedoch kann sich die betroffene Person an kein negatives Ereignis erinnern, helfen Fragen wie z. B. "Geh geistig zu dem Zeitpunkt zurück seitdem es so ist" statt zeitbezogene Fragen wie etwa: "Seit wann ist es so".
  • Auf sich wiederholende sowie energie- bzw. emotionsgeladene Ausdrücke sowie Redewendungen und Begebenheiten achten und die erzählende Person ermutigen diese Sätze mehrmals zu erzählen bzw. sprachlich auszudrücken und dabei aufkommende Emotionen zuzulassen bis die erzählende Person ein Gefühl der Erleichterung verspürt (durch Weinen und das gedankliche Wiedererleben wird Spannung abgelassen).

Ursachen für Probleme:

Ein Problem entsteht meistens wenn problematische unterbewusste geistige Einstellungen bzw. Überzeugungen bestehen oder wenn zwei (oder mehr) unterschiedliche geistige Überzeugungen bzw. Einstellungen zu einem Thema oder einer Entscheidung die getroffen werden muss bestehen. Nicht vollständig verarbeitete belastende oder verdrängte Erlebnisse sind auch oft die Ursache für Probleme.

Beispiele:
Probleme durch eine unbewusste geistige Einstellung bzw. Überzeugung aus der Kindheit eines Jungen welche dieser vergessen hat: "Ich esse nie wieder Obst und Gemüse." Später bekommt dieser Junge Magenbeschwerden und Übelkeit wenn er Obst oder Gemüse essen möchte. In diesem Fall gibt es einen Interessenkonflikt zwischen dem Bewusstsein welches denkt "Ich möchte Obst und Gemüse essen" und dem Unterbewusstsein welches folgende Überzeugung bzw. Einstellung gespeichert hat: "Ich esse nie wieder Obst und Gemüse."

Probleme durch bewusste unterschiedliche geistige Einstellungen bzw. Überzeugungen: Z. B. "Ich muss arbeiten" verträgt sich nicht mit "Ich möchte nicht arbeiten"

Lösungen für Probleme finden:
Zuerst einmal sollten wir positiv und lösungsorientiert denken, also z. B.: Ich finde eine Lösung. Dann können wir uns einen Zeitraum ausdenken welcher für die Lösungsfindung benötigt wird. Um ohne Zeitdruck eine Lösung zu finden sollten wir uns je nach Einschätzung des Problems einen gefühlt ausreichenden Zeitrahmen zur Lösung des Problems von z. B. einer Woche, einem Monat oder länger setzen. Wir können uns z. B. nun folgendes wiederholt vornehmen und vorstellen: "Ich finde in einem Monat eine Lösung." Sind noch andere Menschen involviert könnte der Satz so aussehen: "Ich finde in einem Monat eine Lösung die für alle Beteiligten optimal ist." Nun werden Sie auch unbewusst versuchen eine Lösung zu finden da der Satz in Ihrem Unterbewusstsein verankert ist (auch wenn Sie schlafen arbeitet Ihr Gehirn).

 


Übung bei psychosomatischen Schmerzen:

Der Betreffende schließt die Augen und beginnt mit einer Konzentrationsübung. Das Bewusstsein wird auf bestimmte Stellen am Körper gelenkt, bis die betreffende Person nicht mehr durch äußere Dinge abgelenkt wird und voll konzentriert ist. Dann soll die betreffende Person sich auf den Stirnbereich zwischen den Augenbrauen am verlängerten Ende der Nasenwurzel konzentrieren. Dann soll die betreffende Person mit dem geistigen Auge auf die schmerzende Körperregionen schauen.

Nun gibt es 2 Möglichkeiten:

1.

Die betreffende Person soll sich diesen Bereich räumlich vorstellen in welchen diese hineinschaut (die Person soll sich diesen Raum wie ein Zimmer welches von Glaswänden umgeben ist vorstellen). Nun soll die betreffende Person sich auf den Schmerz in diesem Raumbereich konzentrieren. Dann werden der Person folgende Fragen gestellt:

  • Welche Farbe hat der Schmerz und mit welcher Empfindung ist das ganze verbunden?
  • Welche Gedanken und Vorstellungen sind mit dem Schmerz verknüpft?
  • Mit welcher Person ist das ganze verknüpft? (die betreffende Person soll die erste Person nennen an welche die betreffende Person gedacht hat).
  • Welche Farbe sehen Sie nun? (die Farbe sollte nun hell oder Weiß sein).

2.

Die betreffende Person wird gebeten den Schmerz auf einen Punkt zusammenzuziehen und sich gedanklich vorzustellen das die betreffende Person diesen Punkt wegwirft.


Quelle für diese Zusammenfassung von AVG7.de:

Der Mensch ist mehr als sein Körper: Psychosomatische Beschwerden sind heilbar (September 1997 von Walter Weber (Autor))

https://www.drwalterweber.de/


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