Ernährungsweise und Nährstoffbedarf


Vermeiden Sie Stoffe in ihrer Umwelt und Lebensmitteln welche Ihren Organismus negativ beeinflussen können.

Achten Sie auf Ihren Hormonhaushalt.
Den Hormonhaushalt beeinflussen und Hormonstörungen hervorrufen können:
Hormonell wirksame Chemikalien auch “endokrine Disruptoren” genannt (Endocrine Disrupting Chemicals - EDCs) wie unter anderem

  • Bestimmte Pestizide und Fungizide
  • Phthalate in Kunststoffen, Arzneimitteln und Pflegeprodukten...
  • Weichmacher, wie Bisphenol A in Polyester, Epoxidharzen, PVC Kunststoffen aus Polycarbonat, etc.
  • Polybromierte Diphenylether (PBDEs) in Flammschutzmitteln
  • Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)
  • Polychlorierte Biphenyle (PCB)
  • Schwermetalle wie Blei, Quecksilber und Cadmium
  • Bioaktive Substanzen (sekundäre Pflanzenstoffe) wie Phytohormone
  • Schimmelpilzgifte mit östrogener Wirkung
  • Natürliche Steroide in Tieren, Pflanzen und Pilzen
  • natürliche vorkommende Hormone in tierischen Lebensmitteln (unser heutiges Fleisch stammt fast ausschließlich von weiblichen Tieren)

 

Vorbeugende Möglichkeiten:

  • Kunststoffprodukte aus Polycarbonat (PC) oder Polyvinylchlorid (PVC) meiden, besonders fetthaltige Lebensmittel können mit hormonell wirksamen Substanzen aus der Verpackung belastet sein
  • Glas bevorzugen
  • BPA-freie Schnuller für Säuglinge verwenden
  • Konserven die BPA-frei sind bevorzugen
  • In Kassenzetteln der meisten Supermärkte sind BPA-Mengen im zweistelligen Prozentbereich enthalten. BPA wird auch über die Haut aufgenommen. 
  • Lebensmittel aus biologischer Landwirtschaft bevorzugen

 

Empfehlung der DGE bezüglich Fleisch und Wurst

  • Maximal 600 Gramm pro Woche

Allgemeine Empfehlung bezüglich Lebensmitteln tierischer Herkunft wegen Dioxinen

  • Normalen Fisch maximal zwei Portionen die Woche (stark fettreiche Arten meiden)
  • max. 3 Eier pro Woche
  • max. 2 bis 3 Fleischmahlzeiten pro Woche

 

Somatische Intelligenz
Unser Körper sagt uns oft, was wir an Lebensmitteln benötigen. Sicher haben Sie schon von der Studie gehört, bei der Kinder genau das aßen, was ihr Körper brauchte (somatische Intelligenz) was nicht mit dem Heißhunger auf schnell verfügbare Kohlenhydrate verwechselt werden sollte. Hören Sie also beim Essen öfters auf Ihr Bauchgefühl, meiden Sie jedoch nährstoffarme Lebensmittel.

Flüssigkeitszufuhr
Faustregel für die Flüssigkeitszufuhr für Erwachsene: Täglich etwa 30 bis 40 Milliliter Flüssigkeit pro Kilogramm Körpergewicht in Form von Getränken und Nahrung.
Über Lebensmittel werden im Durchschnitt bei Erwachsenen pro Tag circa 0,8 Liter (800 ml) Wasser aufgenommen

Achten Sie auf Ihren Säure-Basen-Haushalt (kontrollierbar mit Teststreifen).
Ein PH-Wert von 7,4 ist optimal. Der Säure-Basen-Haushalt wird durch basen und säurebildende Lebensmittel sowie durch psychische und physische Faktoren beeinflusst.

 

Mikro- & Makronährstoffe

Achten Sie darauf Ihren Bedarf an Mikro- & Makronährstoffen zu decken. Verwenden Sie dazu auch Bioenhancer. Je nach Alter, Geschlecht, körperlichen und psychischen Belastungen oder Erkrankungen kann der Bedarf an verschiedenen Mikro- & Makronährstoffen erhöht sein oder eine niedrigere Zufuhr nötig sein. Haben Sie Allergien, Erbkrankheiten oder genetische Erkrankungsdisposition (Veranlagung, Anfälligkeit), bzw. ist etwas in dieser Art in Ihrer Familie bekannt? Dies sollte bei der Bedarfsdeckung berücksichtigt werden.

Der Vitamin- und Mineralstoffgehalt von Lebensmitteln ist von zahlreichen Faktoren wie Bodenbeschaffenheit, Lagerdauer etc. abhängig. Zu beachten sind auch Verluste durch Zubereitung, Wechselwirkungen zwischen den Nährstoffen und Stoffwechsel- & Verwertungsstörungen. Krankheiten, Hormon- und Nährstoffmangel lassen sich durch bestimmte Untersuchungen feststellen, z. B. am Blut, Haar, Speichel, Urin, Schweiß, Stuhlgang und Atem. Auch sekundäre Pflanzenstoffe wie Phytinsäure können sich auf die Nährstoffaufnahme auswirken. Bei Tagesbedarfsempfehlungen ist die Bioverfügbarkeit üblicherweise schon berücksichtigt worden.

Wichtige Nährstoffe:

  • Mikronährstoffe:
    • Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe - in der orthomolekularen Medizin auch Probiotika
  • Makronährstoffe:
    • Fette, Protein, Kohlenhydrate

Bioenhancer

Die folgenden Bioenhancer können einem Nährstoffmangel vorbeugen.
Piperin, (z. B. Inhaltsstoff des Pfeffers), zeigte teilweise eine Wirkung als Bioenhancer für

  • Vitamine (A, B1, B2, B6, C, D, E, K),
  • Aminosäuren (Lysin, Isoleucin, Leucin, Threonin, Valin, Tryptophan, Phenylalanin und Methionin),
  • Mineralien (Calcium, Eisen, Jod, Zink, Kupfer, Kalium, Mangan, Selen, Magnesium)
  • pflanzliche Verbindungen (u.a. Ginsenoside, Pycnogenol),
  • synthetische und pflanzliche Wirkstoffe (u.a. Curcumin, Ibuprofen, Diclofenac, Rifampicin, Ampicillin, Tetrazyklin, Vasicin, Pyrazinamid, Fexofenadin, Resveratrol, Epigallocatechingallat).

Die Wirkung beruht auf Mechanismen wie Förderung der Resorption im Darm durch Aktivierung der γ-Glutamyltranspeptidase sowie Hemmung der Arylkohlenwasserstoff-hydroxylase (AHH), Ethylmorphin-N-demethylase, UDP-Glucuronyltransferase (UGT), P-Glycoprotein und CYP3A4. Besonders die beiden zuletzt genannten Enzyme tragen wesentlich zum First-Pass-Effekt bei.

Curcumin, (z. B. in Curry)
hemmt ähnlich wie Piperin das Enzym CYP3A4 und beeinflusst die Transportfunktion des P-Glycoproteins. In Tierversuchen wurde eine erhöhte Bioverfügbarkeit der Wirkstoffe Celiprolol und Midazolam in Kombination mit Curcumin nachgewiesen.

Quercetin, (Flavonoid aus Früchten und Blättern verschiedener Pflanzen)
wirkt ähnlich wie Curcumin und Piperin. Erhöhte im Tierversuch die Bioverfügbarkeit des Arzneistoffes Paclitaxel.

Gingerole (z. B. enthalten in Ingwer)
fördert die Resorption zahlreicher Verbindungen im Darm, darunter auch Arzneistoffe. In den meisten Fällen wirkt Ingwer dabei synergistisch mit Piperin.

Glycyrrhizin (Saponin der Süßholzpflanze)
erhöht die Aktivität einiger Antibiotika sowie des Fungizids Clotrimazol.

Allicin (z. B. enthalten in Knoblauch)
verstärkt die Wirkung des Fungizids Amphotericin B auf Hefezellen.

Die gleichzeitige Einnahme von Aloe Vera und Vitamin C steigert die Bioverfügbarkeit von Vitamin C um 200 % und von Vitamin E um 270 %.


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